Casino St. Moritz schließt seine Türen

Ende einer Ära: Casino St. Moritz schließt seine Türen
Das Casino St. Moritz, das höchstgelegene Casino der Schweiz und ein Wahrzeichen des exklusiven Kurorts, hat seinen Betrieb offiziell eingestellt. Auf 1.850 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, war das Casino einst ein beliebtes Ziel für Glücksspielbegeisterte und bot neben klassischen Tischspielen auch 65 Spielautomaten, darunter den Swiss Jackpot, den Eagle Jackpot und den Alpine Jackpot.
Die Schließung folgt auf den Rückzug des Mehrheitsaktionärs Casinos Austria International. Das Unternehmen verwies auf wirtschaftliche Bedenken und entschied sich, kein weiteres Kapital in das Projekt zu investieren. In der Folge stellte die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) fest, dass das Casino die gesetzlichen finanziellen Anforderungen für den Erhalt der Spielbankenkonzession nicht mehr erfüllte, und entzog diese.
In einer Stellungnahme bestätigte die Spielbankenkommission die Schließung und erklärte, dass die Konzession ohne ausreichende finanzielle Absicherung über die gesamte Laufzeit nicht aufrechterhalten werden könne. Zwar wird dem Casino noch eine Anhörung gewährt, doch der Betrieb wurde bereits eingestellt.
Die ESBK prüft nun die Zukunft des Casinobetriebs in der Südbündner Region und wird dem Bundesrat entsprechende Empfehlungen unterbreiten.
Diese Entwicklung spiegelt auch die bereits zuvor geäußerten Bedenken des Generaldirektors von Casinos Austria, Erwin van Lambaart, wider. Er hatte davor gewarnt, dass geplante Steueränderungen in Österreich mehrere kleinere Casinos – sowohl im Inland als auch im Ausland – gefährden könnten.